Keramischer Transferdruck

Der keramische Transferdruck ist eine – wenn nicht die – typische Siebdruck-Anwendung. Die verwendeten Farben bestehen aus einem hohen Anteil an festen Bestandteilen, die Druckanforderung liegt wiederum bei einer höchsten Auflösung und hoher Wiederholgenauigkeit. Der Druckprozess selbst ist recht langsam, wir drucken hier mit Maximalgeschwindigkeiten von < 1.600 iph. Die Farben erfordern zudem eine häufige Kontrolle und ggfs. (Zwischen-)Reinigung des Siebes. Daher empfehlen wir für diese Anwendung ausschließlich unsere 4-Säulen-Druckmaschine SPS® VITESSA SL1+ mit horizontal auffahrbarem Oberrahmen.

Die keramischen Farben benötigen außergewöhnlich lange Trocknungszeiten. Außerdem besitzt das keramische Transferpapier hygroskope Eigenschaften und ist daher sehr sensible gegenüber Feuchtigkeitsverlust sowie größeren Temperaturwechseln. Typischerweise werden Langzeit- Fächertrockner für diese Anwendung eingesetzt.

Die Einführung von UV-härtenden Farben für die keramische Anwendung hatte einen positiven Effekt sowohl auf Druckgeschwindigkeit wie auch auf die allgemeine Effektivität des gesamten Druckvorgangs. Allerdings ist man hier auf Standard-Farben limitiert, Sonderfarben wie Metalic, Gold, etc. können im UV Verfahren noch nicht verarbeitet werden. SPS® hat Ende der 90er Jahre eine spezielle Härtungsanlage für keramische UV Farben zusammen mit der Firma Rosenthal auf den Markt gebracht, den SPS® TURBOSTAR CER. Diese Anlage ist mit einer speziell auf die Anwendung konfigurierten UV-Einheit ausgestattet, die den besonderen UV-Strahlern Rechnung trägt, aber auch die extreme Sensitivität des Materials, z.B. durch extrem starke Kühlaggregate, berücksichtigt.

SPS® hat mehr als 1.000 Installationen in der Keramik-Industrie installiert. Die Druckmaschinen sind in diesem historischen Markt als besonders zuverlässig und genau bekannt.

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